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IV. Personale Kompetenzen

Ziel ist es, die Auszubildenden hinsichtlich der sie erwartenden Belastungen persönlich zu stärken. Pflegerische Arbeit ist immer unmittelbare Nähe zum Körper eines anderen – fremden – Menschen. Sie ist Nähe zum Altwerden, zum Krank-Sein, zum Behindert-Sein, zum Sterben. Diese Nähe stellt ein hohes Belastungspotenzial dar. Sich selbst darauf einzulassen und gleichzeitig vor den Belastungen schützen zu können, ohne den anderen zu einem „Routineobjekt“ werden zu lassen, ist ein zentraler Bestandteil personaler Kompetenz. Hierzu gehört auch, dass die Auszubildenden ihre persönliche Haltung zu existenziellen oder ethischen Fragen klären oder zumindest reflektieren. Weiterhin sollen sie Gelegenheit erhalten, die Wirkung ihrer eigenen Person bei der Pflege bzw. im Umgang mit Kolleginnen einschätzen und berücksichtigen zu lernen. Auch sollen ihre Einsichten und Fähigkeiten zur Mitverantwortung und Mitbestimmung bei der Gestaltung einer beruflichen und gesellschaftlichen Gegenwart und Zukunft gestärkt werden. (nach Oelke, U. & Menke, M., 2005: „Gemeinsame Pflegeausbildung“, Bern: Verlag Hans Huber, S.20)

Die Auszubildende...

  1. schätzt das Berufsbild der Pflege hochwertig ein und repräsentiert dieses durch überzeugendes Verhalten.
  2. schätzt die Wirkung der eigenen Person in der Interaktion mit Anderen realistisch ein und ist offen für Rückmeldungen.
  3. setzt sich mit bestehenden Strukturen auseinander, kommuniziert Beobachtungen und gibt konstruktive Verbesserungsvorschläge.
  4. kann rückwirkend Pflegesituationen analysieren und darauf aufbauend für die Zukunft neue Handlungsalternativen entwickeln.
  5. entwickelt in ethischen und existenziellen Konfliktsituationen einen eigenen Standpunkt und kann die zugrunde liegenden Wertvorstellungen formulieren sowie darüber argumentieren.
  6. arbeitet zuverlässig, hält sich an Terminabsprachen und gibt arbeitsorganisatorische Informationen sowie eingeforderte schriftliche Unterlagen vollständig und termingerecht weiter.
  7. handelt in schwierigen Situationen überlegt und folgerichtig und setzt angemessene Prioritäten.